Informatives rund um die Pflanze Thymian

Viele kennen Thymian als Gewürz, einzeln oder in italienischen Kräutermischungen. Tatsächlich kann der Thymian wegen seiner vielen aromatischen ätherischen Öle hervorragend als Gewürz verwendet werden. Und er kann noch viel mehr. Die Heilpflanze wird seit vielen Jahrhunderten bei unterschiedlichen Beschwerden auf viele Arten eingesetzt. Solange Thymian nicht in strahlendem Weiß oder zartrosa oder lila blüht, ist er relativ unauffällig. Dabei wächst er an den unterschiedlichsten Orten. Er bevorzugt sandige Böden und steinige Hänge. Wild findet man Thymian sehr häufig in heißen Mittelmeerländern wie Spanien, Frankreich und Italien. Auch bei uns wächst er wild auf kargem Untergrund. Doch wie sieht Thymian aus? Er gehört zur Gattung der Lippenblütler und damit in die gleiche Familie wie Basilikum, Rosmarin, Majoran und Lavendel. Mit letzterem weist er, wenn er blüht, die wohl größte Ähnlichkeit auf.

Der Echte Thymian wird bis ca. 40 cm hoch. Der immergrüne Zwergstrauch bleibt damit niedrig. Seine zahlreichen Triebe sind stark verzweigt, holzig und dünn. Am besten erkennt man ihn an seinen typischen elliptischen Blättchen. Diese sind klein, oben saftig grün und an der Unterseite leicht gräulich. Bei einer genaueren Betrachtung sieht man die feinen Härchen auf den Blättern.

Thymian Produkt

Thymian hat eine positive Wirkung auf den menschlichen Körper

Die positive Wirkung von Thymian bei Erkältung und Bronchitis ist weitestgehend bekannt. Beschäftigt man sich eingehend mit dem Heilkraut, stößt man auf viele weitere Einsatzgebiete, in denen der Thymian wertvolle Dienste leisten kann, was vor allem daher kommt, dass seine Inhaltsstoffe an unterschiedlichen Wirkmechanismen im Körper ansetzen und gemeinsam die Wirkung optimieren. So wirkt Thymian keimtötend. Dies macht ihn praktisch zum sanften pflanzlichen Universalmittel in allen Geweben. Thymian kann man ebenso wirksam bei Atemweginfekten einsetzen wie bei Blasenentzündung oder Mandelentzündung. Er ist wie ein sanftes pflanzliches Antibiotikum. Zusätzlich enthält Thymian krampflösende Inhaltsstoffe, womit wir wieder bei den Atemweginfekten sind, ebenso aber bei Menstruationsbeschwerden und Verdauungsbeschwerden. Außerdem ist er schleimlösend und stimuliert das Immunsystem. Einige Inhaltsstoffe, wie die sekundären Pflanzenstoffe und Zink dienen dem Zellschutz. Thymian kann an vielen Orten im Körper gute Dienste tun und Verwendung finden.

Heilpflanze Thymian ist wertvoll gegen Erkältung & Husten

Thymian ist das klassische pflanzliche Arzneimittel bei Erkältung und Husten. Im Bereich der Atemwege können die ätherischen Öle direkt einwirken und ihre schleim- und krampflösende sowie antibakterielle und immunstärkende Wirkung direkt entfalten. Für Erkältungsbeschwerden, Husten und Bronchitis findet man auch die meisten Präparate mit Thymian auf dem Markt. Von Pastillen über Sirup, Tees und Kapseln findet sich alles reichlich in den Regalen von Drogerie Märkten und Apotheken. Neben Monopräparaten finden sich auch viele pflanzliche Kombinationswirkstoffe. Die Wirkung von Thymian bei Erkältung & Husten ist in zahlreichen Studien eindeutig belegt. Die jahrhundertealte Erfahrung durch viele Kulturen und Generationen gibt den Forschungen zusätzlich recht. Thymian ist vielen rein chemischen Medikamenten auf diesem Gebiet teils deutlich überlegen, auf jeden Fall aber ebenbürtig.

Thymian stärkt das Immunsystem

Der lateinische Name Thymus legt bereits eine Verwendung der Pflanze zum Schutz unseres Organismus nahe. Die Thymusdrüse hat über die Jahrhunderte Teile ihrer Bedeutung für das Immunsystem eingebüßt, ist aber immer noch ein wichtiger Bestandteil davon. Tatsächlich haben die ätherischen Öle, Bitterstoffe und Flavonoide eine immunstimulierende Wirkung bzw. unterstützen Sie das Immunsystem im Kampf gegen unerwünschte Eindringlinge. Thymol wirkt antiseptisch, tötet Bakterien, Viren und Pilze ab. Auch das Immunsystem im Darm wird durch die Bitterstoffe stimuliert und die sekundären Pflanzenstoffe schützen direkt unsere Zellen.

Eine gute Wirkung zeigt Thymian bei Asthma

Viele Asthmamedikamente haben empfindliche Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufversagen. Das ursächliche Hauptproblem bei Asthma ist die Zerstörung des Flimmerepithels in den Bronchien aufgrund einer ständigen Reizung. Und hier kann Thymian ansetzen. Die Reizung wird durch einen zähen Schleim verursacht. Zusätzlich verkrampft sich der Atemapparat. Thymol in Kombination mit den Flavonen kann genau hier eine Besserung erzielen und Verwendung finden. In jedem Fall aber ist es wichtig, auch die geplante regelmäßige Einnahme von Thymian mit dem Arzt abzusprechen, um kein Ungleichgewicht mit einer bestehenden Medikation heraufzubeschwören.

Tipp: Genauso erfolgreich bei Asthma ist Ginkgo.

Die Pflanze Thymian kann auch bei Akne Abhilfe schaffen

Thymian ist antibakteriell. In dieser Funktion fanden Forscher erstaunliches bezüglich der Wirksamkeit bei Akne heraus. Im Vergleich mit den aggressiven handelsüblichen Cremes gegen Akne, schnitt eine Tinktur aus Thymian mindestens ebenso gut ab. Akne wird von einem bestimmten Bakterienstamm, den Propionibakterien hervorgerufen. Diese reagieren ganz besonders empfindlich auf die antibakterielle Wirkung des Thymians. Insbesondere für Menschen mit sensibler Haut kann der Thymian bei Akne eine wertvolle Alternative zu herkömmlichen, aggressiven Mitteln bieten, die der natürlichen Hautbarriere oft nicht nur Gutes tun.

Thymian hilft bei Mandel- / Mundschleimhaut- / Zahnfleischentzündungen

Thymian kann ganz einfach als Gurgellösung eingesetzt werden. Es gibt sie fertig zu kaufen. Man kann selbstverständlich auch Tee trinken oder zum Gurgeln verwenden oder eine Tinktur verdünnen. Thymian wirkt antibakteriell, antiviral und antimykotisch. Durch die Flüchtigkeit der ätherischen Öle erreicht die Wirkung in kürzester Zeit den gesamten Mundraum. Daher lässt sich Thymian ganz hervorragend bei Mandelentzündung einsetzen und natürlich auch bei anderen Entzündungen im Mund wie Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen. Um den Verbleib des Wirkstoffes am Wirkungsort zu verlängern, gibt es auch gallertartige Thymian Salben, die man direkt auf die entzündete Stelle aufträgt.

Der wertvolle Thymian hilft bei Menstruationsbeschwerden

Thymian ist krampflösend. In dieser Funktion findet er gute Verwendung bei Menstruationsbeschwerden. Zyklusbedingte Menstruationsbeschwerden sprechen sehr gut auf entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen an. Erste Studien zeigen deutlich, dass Thymian hier ein guter Ersatz sein kann. Es ist nicht geklärt, ob die Wirkstoffe des Thymians eine eher mechanisch krampflösende Wirkung haben oder ob sie die Botenstoffe, die zu den Krämpfen führen direkt beeinflussen. Auf jeden Fall ist der Thymian hier eine schöne, schonende Alternative in Tagen, an denen der Körper keine Mehrbelastung durch zusätzliche Medikamenteneinnahme erfahren sollte. Bei Menstruationsbeschwerden empfehlen sich Thymian Tropfen. Man nimmt diese, sobald die Beschwerden einsetzen bis zu sechsmal am Tag 25 Tropfen.

Thymian hilft bei Verdauungsbeschwerden & Mundgeruch

Die krampflösende Wirkweise des Thymians macht man sich bei Verdauungsbeschwerden zu Nutze. In der Regel wird Thymian Extrakt in Kapselform eingesetzt. Zusätzlich sitzt bekanntlich ein Teil unseres Immunsystems im Darm und auch hier kann Thymian seine immunmodulierende Wirkung entfalten. Der Thymian setzt damit von mehreren Seiten an und kann möglicherweise zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome führen. Außerdem hilft Thymian bei Mundgeruch. Der oft faulige Geruch aus dem Mund entsteht, wenn keine ursachengebende Grunderkrankung vorliegt, durch Stoffwechselprodukte von Bakterien. Werden die Bakterien beseitigt, verschwindet der unangenehme Geruch. Man kann es sich hier einfach machen und Thymianstengel kauen.

Der gesunde Thymian hilft auch bei Blasenentzündung

Ebenso, wie Thymian bei Infektionen in den Atemwegen helfen kann, findet er auch Verwendung und Anwendung in anderen Körpergeweben. Zum Beispiel bei Blasenentzündungen. Die antiseptische Wirkung schwemmt die Bakterien mit dem Wasser aus dem Körper. Unsere Nieren passieren pro Tag ca. 1800 l Flüssigkeit. Das im Körper befindliche Wasser wird immer wieder gefiltert. Thymian Tee kann hier direkten Einfluss auf eine Infektion der Harnwege ausüben und eine Blasenentzündung schon in den Anfängen bekämpfen. Am besten funktioniert das Kraut tatsächlich, wenn man den Tee trinkt, sobald man einen Anflug von Blasenentzündung spürt. Wer diese öfter in seinem Leben hatte weiß, wann sich eine Blasenentzündung ankündigt und kann dann gleich gegensteuern. Zusätzlich stärkt er das Immunsystem, das sich so besser gegen Infektionen wehren kann und wirkt leicht entwässernd.

Inhaltsstoffe von Thymian:

Thymian hat eine Reihe höchst wirkungsvoller Inhaltsstoffe. Die Menge der Wirkstoffe im Thymian variiert nach Sorte, Ursprung und Erntezeitpunkt. Spezifisch ist das Thymol, ein ätherisches Öl aus der Phenylgruppe. In die Selbe chemische Klassifikation fällt das Carvacrol. Weitere ätherische Öle im Thymian sind: Geraniol, Campher, Cineol, Linalool, Limonen und Menthon. Die Öle sind krampflösend und schmerzlindernd. Sie machen ca. 1,5-2% der pflanzlichen Inhaltsstoffe aus. Thymol hat die unter anderem die Eigenschaft, festsitzenden Schleim, z.B. bei Bronchitis, aufzulösen.

Daneben enthalten die Blätter Flavonoide und Cumarine. Beides sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in zahlreichen Studien Eigenschaften aufzeigen, die dem Zellschutz dienen. Außerdem ist in Thymian eine hohe Menge Zink enthalten, das im Körper vielfältige enzymatische Funktionen hat und das Immunsystem stärkt. Des Weiteren enthält Thymian Harze, Salicylate (entzündungs-und schmerzhemmend), Pentosane (Ballaststoffe) und Stigmasterole (pflanzliches Sterin, ähnlich dem Cholesterin, fördert das gute HDL-Cholesterin).

Nur der Vollständigkeit halber die Nährwerte von frischem Thymian: 100g schlagen mit 47kcal zu Buche. Diese kommen zum Großteil durch Kohlenhydrate zu Stande. Würde man tatsächlich 100g Thymian zu sich nehmen, was viel ist, hätte man damit ein Zehntel des täglichen Ballaststoffbedarfes gedeckt und ein Drittel des Calciumbedarfes. Beim getrockneten Gewürz sind die Werte deutlich höher, die Verzehrmengen in der Regel aber entsprechend geringer.

Hintergrundwissen über Thymian:

Thymian findet sich bereits in vielen altertümlichen Aufzeichnungen. Dabei taucht das Kraut nicht nur als medizinische Heilpflanze auf. Oft haftet ihm etwas Mystisches an. So wurde er in Deutschland ursprünglich nicht wegen seiner Inhaltsstoffe bekannt. Man verwendete ihn im späten Mittelalter als Grabbeigabe. Es ist oft nicht zu einhundert Prozent belegt, ab wann genau der Thymian in welchem Land auftaucht.

Herkunft von Thymian

Der Ursprung des Thymians liegt im Mittelmeerraum. Immer wieder gab es Zeiten, in denen er mehr Küchenkraut als Heilkraut war, obwohl Teile seiner Wirkung mindestens seit den alten Griechen, möglicherweise auch schon im alten Ägypten, bekannt waren. Belegt ist seine Verwendung in römischen Küchen und bei römischen Ärzten. Angeblich badeten römische Legionäre vor einer Schlacht in Thymian Aufgüssen, um sich zu stärken. Die Franzosen übernahmen das Wissen im Mittelalter. Hier diente der Thymian wieder vor allem als Küchenkraut wegen seines kräftigen aromatischen Geschmackes. Doch auch im Mittelalter hat der Thymian seine Bedeutung für Mut und Kraft behalten. Die Damen steckten ihren auserwählten Rittern vor dem Kampf Thymian Zweige an. Auch nutze man ihn schon früh in einigen Regionen gegen Asthma und Atemnot.

Die Pflanze

Thymian findet man im Deutschen auch noch unter anderen Namen. Spricht man von Thymus, so ist in der Regel sein Hauptvertreter, der Echte Thymian gemeint. Sein lateinischer Name ist Thymus vulgaris, im Englischen nennt er sich Thyme. Zur Pflanzenfamilie des Thymians zählen ca. 350 Arten. Sie unterscheiden sich, mehr oder weniger geringfügig, in Erscheinungsbild, z.B. der Höhe, und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Den Thymian nennt man auch Römischer bzw. Welscher Quendel, Spanisches Kudelkraut, Immenkraut, Immerkraut, Kunerle oder schlicht Gartenthymian. Seine ursprüngliche Bedeutung kommt aus dem Griechischen, wo thymos Kraft oder Mut bedeutet.

Thymian als Tee zubereiten

Thymiantee

Es ist sehr einfach, Thymian als Tee zuzubereiten. Natürlich gibt es ihn auch fertig abgepackt in Teebeuteln in Drogerie Märkten und in der Apotheke. Für die schnelle eigene Zubereitung benötigt man 1-1,5 Teelöffel der frischen oder getrockneten Pflanze (am besten nur die Blättchen nehmen), die man mit kochendheißem Wasser übergießt. Der Tee zieht nun ca. 10 Minuten. Anschließend werden die Feststoffe aus dem Tee abgeseiht. Wie jeder Stoff, der eine Wirkung hat, kann man auch Thymian überdosieren. Möglicherweise ist er in sehr hohen Dosen auf Dauer bei einem geschwächten Organismus leberschädigend und hat einen unerwünschten Einfluss auf die Schilddrüse. Daher gilt auch beim Tee eine Höchstmenge von vier bis fünf Tassen pro Tag, absolut ausreichend für seine positive Wirkung bei Husten und Halsentzündungen.

Ist Thymian rauchen gesund?

Aufgrund der vielen positiven gesundheitlichen Wirkungen liest und hört man immer wieder, dass es Sinn machen würde, Thymian zu rauchen. Am besten als Dampf mit einer entsprechenden Vorrichtung oder ein paar Blätter in die Zigarette geben. Das Problem hierbei ist nicht der Thymian, sondern das Rauchen an sich. Thymian erzeugt beim Rauchen eine angenehm würzige Note, verliert allerdings einiges an Heilkraft, da beim Einatmen von Verbrennungsprodukten immer auch zellschädigende Stoffe entstehen. Besonders in Kombination mit Tabak, der zusätzlich noch die Atemwege reizt, sollte sich die positive Wirkung gegen Null bewegen. Gesund kann man eine Thymian Zigarette nicht nennen. Thymian rauchen wird der hervorragenden Heilwirkung des Krautes mit Sicherheit nicht gerecht.

Thymian Produkt

Fazit: Thymian besitzt eine gute Heilkraft

Thymian besticht durch seine Bandbreite und Vielfalt. Der unscheinbare Halbstrauch kann den Körper bei zahlreichen Erkrankungen unterstützen, um schneller und schonend gesund zu werden. Man sollte nicht nur bei hartnäckigem Husten an ihn denken, sondern auch bei sonstigen Infekten und Beschwerden. Thymian bereichert unsere Pflanzenapotheke um ein wertvolles Stück. Da wundert es nicht, dass auch ärztliche Kreise seine komplexe Wirkweise schätzen und er in großen Teilen der Welt kultiviert wird.

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