Thymianarten kurz erklärt

Es gibt zahlreiche Arten innerhalb der Pflanzengattung Thymian, die zur Familie der Lippenblütler gehört. Die Arten unterscheiden sich vor allem in der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, dem Aussehen, dem Vorkommen und dem Geruch. Bisher sind mehr als 210 Arten beschrieben worden und es werden immer wieder neue entdeckt. Einige Arten sind besonders häufig oder von besonderer Bedeutung. Einige Arten des mehrjährigen Tausendsassas werden im Folgenden genauer beschrieben.

Die wichtigsten Thymiansorten werden hier aufgezählt und erklärt:

Liest man die Liste der Thymian Arten, hat man schnell den Eindruck, bei den Bezeichnungen haben sich die Namensgeber besonders viel Mühe gegeben. Angemessener Respekt für ein ganz besonderes Kraut.

Wilder Thymian

Wilder Thymian ist nicht nur der Name eines Rosamunde Pilcher Filmes aus dem Jahr 1994, es ist ein Synonym für Quendel, der als wilder Vertreter in der Thymianfamilie gilt. Er wird besonders häufig bei Hautproblemen, Verdauungsbeschwerden und Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Kriechender Thymian (Thymus praecox ssp. Articus)

Kriechender Thymian hat eine besonders sympathische Fangemeinde. Bienen können von dem rosa bis intensiv pink blühenden Kraut nicht genug bekommen. In feinem Geflecht zieht es sich über Steingärten und Kräuterspiralen und macht seinem Namen alle Ehre. In der Küche wird Kriechender Thymian aufgrund seines milden Aromas auch in den besten Häusern geschätzt.

Bodendecker Thymian

Bodendecker Thymian ist ein anderer Name für den Sandthymian. Die Pflanzen des Bodendecker Thymians erreichen gerade einmal eine Höhe von fünf bis zehn Zentimetern und bilden dichte Teppiche. Im Sommer zwischen Juni und August blüht der Bodendecker Thymian in saftigem Pink und verströmt einen intensiven Geruch. Im Winter macht er seinem Namen alle Ehre und bildet als Bodendecker einen immergrünen dichten Teppich.

Zitronen Thymian

Der Zitronen Thymian erhielt seinen Namen wegen des betörenden Citrusaromas, das er verströmt. Es ist eine alte Sorte, die man bereits seit dem 16. Jahrhundert kennt. Als Tee ist Zitronen Thymian besonders beliebt.

Jamaika Thymian (Plectranthus amboinicus)

Jamaika Thymian sieht Minze sehr ähnlich und damit ganz anders aus, als der uns bekannte klassische Thymian. Er wächst vor allem in den Tropen und Subtropen Afrikas. Damit ist er perfekt für sonnige Standorte, auch Fensterbretter geeignet. Der Jamaika Thymian ist eine Bereicherung spezieller Gerichte, da er neben dem deutlich wahrnehmbaren Thymianaroma im Abgang eine spürbar bittere Note aufweist.

Echter Thymian (Vulgaris Thymian)

Thymus vulgaris, Echter Thymian, ist die am häufigsten beschriebene und verwendete Thymianart. Seine Wirkung ist unter all den Sorten besonders gut erforscht und nachgewiesen. Vor allem auf dem Gebiet der Atemwegserkrankungen kann Echter Thymian aufgrund seiner Inhaltsstoffe große Heilerfolge erzielen.

Roter Thymian

Purpur blüht der Rote Thymian. Roter Thymian zieht sich leuchten durch Steingärten und macht sich hervorragend als Küchenkraut. Das ätherische Öl Thymol wird häufig aus dem roten Thymian gewonnen. Roter Thymian enthält außerdem besonders viele Phenole, die die Farbe der Pflanzen bewirken.

Lavendel Thymian (Thymus thracicus)

Beim Lavendel Thymian kann man sich zwei Gründe für den Namen vorstellen, das an Lavendel erinnernde Aussehen oder der Geruch. In diesem Fall ist es der Geruch, der zum Namen Lavendel Thymian führte.

Faustini Thymian (italienischer Thymian)

Der Thymus Faustini gehört zu den sehr intensiven Sorten. Wie das Land, so der Thymian, könnte man sagen. Der Faustini Thymian ist eine Unterart des Echten Thymians, wächst besonders dicht und macht sich hervorragend in Tomaten-, Fleisch- und Fischgerichten.

Sand Thymian (Thymus serpyllum)

Der Sand Thymian ist eine Art mit geringer wuchshöhe. Davon abgesehen ähnelt optisch, vor allem farblich, dem Lavendel, im Gegensatz zum Lavendelthymian, der mit dem Namensgeber lediglich den Duft gemeinsam hat. Sand Thymian ist besonders einfach anzubauen, da er noch im nährstoffärmsten Boden kräftig wächst und ansprechende rasenähnliche Flächen bildet.

Quendel Thymian (Thymus pulegiodies)

Der Quendel findet sich in zahlreichen medizinischen Abhandlungen. So auch bei Hildegard von Bingen, die den Quendel als Pflanze mit herausragender Heilkraft anerkannte. Sie setze ihn als Gewürz für schöne und gesunde Haut ein. Äußerlich unterscheidet sich der Quendel vor allem in zwei Merkmalen deutlich vom Echten Thymian. Der Quendel, auch Wilder Thymian genannt, hat glatte Blätter ohne Härchen und ist intensiv grün, wohingegen der Thymus vulgaris leicht silbrig schimmert.

Teppich Thymian

Der Teppich Thymian wird besonders zur Bepflanzung von Mauern und Steingärten eingesetzt. Er ist robust und überzieht den Untergrund mit kleinen, dichten Blüten in strahlend leuchtenden Rosa- und Lilatönen.

Feld Thymian

Feld Thymian ist ein anderer Begriff für den Quendel, der auch Wilder Thymian heißt. Er hat sich über die Jahrhunderte in ganz Europa verbreitet und ist auch in unseren gemäßigten Breiten auf Bergwiesen und Feldern anzutreffen. Feld Thymian findet vor allem Anwendung als Tee und Extrakt.

Kaskaden Thymian (Thymus longicaulis ssp.odoratus)

Der lateinische Name des Kaskaden Thymians verrät bereits eine seiner herausragenden Eigenschaften. Sein Geruch ist äußerst ausgeprägt. Wegen dieses aromatischen Duftes nennt man ihn auch Steinpilzthymian. Der Kaskaden Thymian wächst nach unten, er hängt herab, und wirkt deshalb besonders gut wenn man ihn auf Mauern oder in Kübeln anpflanzt.

Kugel Thymian

Der Kugel Thymian hat ein feines Geflecht mit kleinen zartgrünen Blättchen. Tatsächlich bildet er die Form einer Kugel und ist damit eine hübsche Zierpflanze in Küche oder Garten mit dem Zusatznutzen eines feinen Küchenkrautes.

Eignen sich alle Thymianarten als Heilmittel?

Grundsätzlich eignen sich nahezu alle Thymianarten als Heilmittel. Die Inhaltsstoffe der einzelnen Sorten sind so vielfältig, dass sich praktisch für jede Art die passende Krankheit finden lässt. Genau dies ist es, was den Thymian zusätzlich besonders macht. Sagt man im Großen, dass für jede Krankheit ein bestimmtes Kräutlein gewachsen ist, kann man dies beim Thymian im Speziellen für die verschiedenen Arten ansetzen. Bei gewissen Indikationen ist es sinnvoll, auf die besser untersuchten Arten zurück zu greifen, um ganz sicher die gewünschte Heilwirkung zu erzielen.

Fazit: Thymian ist eine kostbare Pflanze für die Alternativmedizin

Der Thymian, dessen Pflanzen es in so vielen Formen und Zusammensetzungen gibt, ist ein wertvolles Heilkraut für so viele unterschiedliche Krankheiten, von Kreislaufbeschwerden bis Keuchhusten. Mit dem richtigen Wissen über die einzelnen Arten, wie Wilder und Echter Thymian, ist es noch besser möglich, gezielt die geballte Heilkraft einzusetzen.

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