Thymian gegen Verdauungsbeschwerden & Mundgeruch

Verdauungsbeschwerden und Mundgeruch werden oft als unangenehm empfunden. Zum einen handelt es sich um Beschwerden, die sozial unerwünscht sind und zu den gesellschaftlichen Tabu-Themen gehören. Zum anderen können hinter den Symptomen Erkrankungen stecken. Dabei ist die Anwendung von chemischen Mitteln nicht obligatorisch. Thymian ist nicht nur ein schmackhaftes Gewürz in der Küche, es verfügt ebenfalls über heilende Kräfte. Diese können bei verschiedenen Beschwerden zum Einsatz kommen. Es ist in der Regel nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen.

Mögliche Faktoren für Verdauungsbeschwerden

Thymian gegen Verdauungsbeschwerden

Verläuft die Arbeit des Darms nicht optimal, hat das häufig schwere Auswirkungen auf Körper und Psyche. Das Verdauungssystem besteht aus komplexen Prozessen. Verschiedene Einflüsse können das Gleichgewicht gefährden und zu Durchfall, Verstopfungen oder Völlegefühl führen. Durchfall wird medizinisch als flüssiger Stuhl definiert, der täglich mindestens dreimal auftritt. Dabei haben die meisten Menschen bereits Erfahrungen mit Durchfall gemacht. Häufig wird er durch verdorbenes Essen oder eine Magen-Darm-Grippe ausgelöst. Halten die Beschwerden dauerhaft an, wird von chronischem Durchfall gesprochen. Bestimmte Abschnitte des Darms entziehen dem Speisebrei Wasser, bevor es zum Stuhlgang kommt.

Während der Wassergehalt beim Durchfall sehr hoch ist, weil die Nahrung zu schnell ausgeschieden wird, ist der Stuhl bei Verstopfungen meistens fest. Die Härte des Stuhls sorgt für Probleme beim Ausscheiden. Als Verstopfung gilt eine Stuhlgewohnheit von weniger als drei Toilettengängen in der Woche. Als Ursachen kommen Reizdarmsyndrom, Medikamente, ungesunde Ernährungsweisen, mangelnde Bewegung und Flüssigkeitszufuhr in Frage. Blähungen und Völlegefühl gehören ebenfalls zu Verdauungsbeschwerden. Grundlage ist die Produktion von Gasen im Darm. Bestimmte Bakterien können dafür sorgen, dass zu viele Gase gebildet werden, zum Beispiel aufgrund einer Glutenunverträglichkeit oder der übermäßigen Aufnahme von Zucker, Alkohol, Nikotin und Hülsenfrüchten.

Gründe für die Entstehung von Mundgeruch

Thymian gegen Mundgeruch

Mundgeruch ist nicht nur für den Betroffenen unangenehm, er wird ebenfalls von Dritten negativ wahrgenommen. Dabei muss Mundgeruch nicht obligatorisch mit einer mangelnden Hygiene in Verbindung stehen. Generell wird der Mund von einer hohen Anzahl verschiedener Bakterien bewohnt, welche durch die Wärme und Feuchtigkeit einen idealen Nährboden auf Zunge, Zahnfleisch und Zähnen finden. Durch das Zersetzen von Speiseresten entstehen Verbindungen, die unangenehme Gerüche ausstrahlen. Insbesondere Fäulnisbakterien sind für die Beschwerden verantwortlich. Diese stellen durch die Verwertung von Speiseresten Schwefelverbindungen her. Mundtrockenheit kann das Bakterienwachstum begünstigen.

Normalerweise hat Speichel eine reinigende Wirkung. Ist dieser in nicht ausreichenden Mengen vorhanden, können die Bakterien sich weiter vermehren. Dabei muss der Geruch jedoch nicht zwingend im Mund entstehen. Magenbeschwerden wie Sodbrennen, Speiseröhrenentzündung, Magenschleimhautentzündung oder Zwerchfellbruch können ebenfalls für Mundgeruch verantwortlich sein. Des Weiteren kommt es bei einer Bronchitis, Lungenentzündung, Diabetes, Nieren- oder Leberversagen zu den unangenehmen Beschwerden. Halten die Gerüche dauerhaft an, sollte somit zunächst ein Arzt konsultiert werden. Die Ursachen für Mundgeruch sind sehr vielfältig.

Kann Thymian bei Verdauungsbeschwerden und Mundgeruch helfen?

Thymian kommt vor allem bei mediterranen Gerichten oft zum Einsatz. In dem Gewächs sind viele Bitterstoffe enthalten. Diese wirken sich appetitanregend und verdauungsfördernd aus. Weiterhin lösen die Inhaltsstoffe bestehende Krämpfe, wodurch Schmerzen bei einer Magen-Darm-Grippe gelindert werden können. Das Gewürz macht fettige Speisen leichter verträglich. Früher wurde Thymian vor allem bei Kindern zur Behandlung von Faden- und Spülwürmern eingesetzt. Bestimmte Inhaltsstoffe verleihen dem Thymian zudem eine antibakterielle Wirkung. Diese eignet sich generell zum Abtöten von Erregern, wie zum Beispiel bei einer Erkältung. Sie kann aber auch bei bestehenden Eindringlingen verwendet werden, welche Magen oder Darm betreffen. Die Blätter des Thymians weisen medizinische Eigenschaften auf, beschädigen die Darmflora jedoch nicht.

Tipp: Noch effektiver gegen Verdauungsbeschwerden ist Kurkuma.

Grundlage von Mundgeruch sind Bakterien. Diese zersetzen Stoffe und bilden dabei neue Verbindungen. Durch die antibakteriellen Eigenschaften des Thymians kann Mundgeruch somit gemildert werden. Das Gewürz kann die Population der Fäulnisbakterien deutlich reduzieren. Gleichzeitig sorgen die ätherischen Öle für einen frischeren Atem. Sind Verdauungsbeschwerden für den Mundgeruch verantwortlich, hilft Thymian bei der Beruhigung von Magen und Darm. Weil jedoch auch Erkrankungen hinter dem unangenehmen Geruch stecken können, sollte zunächst die Ursache ermittelt werden.

Die Behandlung mit Thymian kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Oft wird aus den Blättern ein Tee gekocht. Dafür verbleiben die Bestandteile der Pflanze etwa 15 Minuten im heißen Wasser. Weil der Tee aus reinem Thymian oft sehr würzig schmeckt, kann die Mischung ebenfalls um andere Kräuter ergänzt werden. Der Tee kann getrunken werden gegen Verdauungsbeschwerden. Bei Mundgeruch empfiehlt sich das Gurgeln mit der Flüssigkeit. Des Weiteren lässt sich das Gewürz in sämtliche Gerichte integrieren oder pur essen. Einige Apotheken und Bioläden bieten die ätherischen Öle des Thymians in gepresster Form an. Auf diese Weise eignet es sich zum Auftragen auf die Zahnbürste.

Fazit: Thymian hilft bei Verdauungsbeschwerden & Mundgeruch

Bei Thymian handelt es sich somit um mehr als ein schmackhaftes Gewürz. Gleichzeitig lässt es sich zur Behandlung von verschiedenen Verdauungsbeschwerden und Mundgeruch verwenden. In sehr seltenen Fällen löst die Verwendung der Pflanze Beschwerden aus. Bei diesen handelt es sich um Überempfindlichkeitsreaktionen wie Luftnot, Hautausschläge, Schwellungen, Übelkeit und Erbrechen. In der Regel verursacht die Verwendung von Thymian jedoch keine Begleiterscheinungen. Die Einnahme von äquivalenten Medikamenten der Schulmedizin steht normalerweise in Verbindung mit einem höheren Auftretensrisiko von Nebenwirkungen.

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