Thymian bei Menstruationsbeschwerden

Thymian gehört zu den bekanntesten Gewürzen. Die meisten Menschen verbinden die Pflanze ausschließlich mit schmackhaften Gerichten. Dabei handelt es sich bei Thymian ebenfalls um ein Gewächs mit heilenden Kräften. Bereits in der Antike wurden die Blätter für medizinische Zwecke verwendet. Auf diese Weise lässt sich auch heute noch die Einnahme von chemischen Mitteln vermeiden. Besonders effektiv wirkt Thymian sich auf ein Problem aus, mit dem die meisten Frauen bereits Bekanntschaft gemacht haben: Menstruationsbeschwerden. Setzen neben der regelmäßigen Blutung auch Schmerzen ein, wird oft zu Tabletten gegriffen. Dabei ist Thymian auf eine natürliche Weise dazu in der Lage, bestehende Krämpfe zu reduzieren und die Schmerzen so zu mildern.

Ursachen von Menstruationsbeschwerden

Thymian bei Menstruationsbeschwerden

Die Periode ist nicht nur mit Umständlichkeiten und psychischen Elementen verknüpft, ein hoher Teil von Frauen im gebärfähigen Alter leidet zudem vereinzelt oder regelmäßig unter Unterleibsschmerzen. Dabei wird zwischen primären und sekundären Regelschmerzen differenziert. Sekundäre Beschwerden resultieren aus physischen Störungen wie Polypen, Eileiterentzündungen oder aus bestimmten Verhütungsmethoden wie der Spirale. Steht der Verdacht von sekundären Regelschmerzen im Raum, sollten betroffene Frauen einen Arzt aufsuchen. In diesem Fall ist die Wirkung von Thymian nicht bedeutungsvoll.

Der größte Prozentsatz von Frauen ist jedoch von primären Menstruationsbeschwerden betroffen. Hier lassen sich keine physischen Veränderungen feststellen. Stattdessen sind Gewebshormone an den Beschwerden schuld. Genauer betrachtet sind es die Prostaglandine, welche einen Krampf auslösen. Die Gebärmutter zieht sich zusammen. Es handelt sich eigentlich um einen natürlichen und sinnvollen Prozess- letztendlich dient die Kontraktion dem Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut. Ziel der Gebärmutterschleimhaut ist es eigentlich, der potenziell befruchteten Eizelle ein gut durchblutetes Gewebe zu bieten. Endet der Zyklus jedoch, ohne dass es zu einer Verschmelzung mit einem Spermium kommt, ist die Gebärmutterschleimhaut überflüssig, der Körper stößt sie ab. Damit das Verfahren einwandfrei ablaufen kann, setzt der Organismus Prostaglandine frei. Das Abstoßen der Schleimhaut führt jedoch häufig auch zu Schmerzen. Primäre Regelschmerzen sind vor allem bei jungen, schlanken Frauen häufig. Weitere potenzielle Risikofaktoren sind das Auftreten von Beschwerden bei nahen Verwandten, lange Monatszyklen sowie ein sehr frühes Einsetzen der ersten Periode.

Thymian kann bei Menstruationsbeschwerden Abhilfe schaffen

Schmerzen während der Periode schränken den Alltag nicht nur ein. Im schlimmsten Fall äußern sie sich sogar in regelmäßigen Abständen. Dabei müssen Frauen die Schmerzen nicht unbedingt ertragen. Thymian ist dazu in der Lage, die Beschwerden zu reduzieren. Untersuchungen haben ergeben, dass Ibuprofen 200 und Thymian ungefähr dieselbe Wirkung aufweisen. Das Gewürz hat jedoch einige weitere Vorteile: es verursacht keine Nebenwirkungen, ist in der Regel gut verträglich, günstig und natürlich. Ausschlaggebend für die Wirkung der Pflanze sind die Inhaltsstoffe. Bei diesen handelt es sich um ätherische Öle, Bitterstoffe und Tannin. In den meisten Fällen resultieren Unterleibschmerzen aus dem Zusammenziehen der Gebärmutter sowie Krämpfen. Thymian weist krampflösende Eigenschaften auf. Verantwortlich sind hier vor allem die in dem Gewächs enthaltenen Polymethoxyflavonen. So hilft Thymian dabei, die Muskulatur zu entspannen.

Eine entspannte Muskulatur verursacht keine Schmerzen. Gleichzeitig kann das Gewürz den Zyklus regulieren. Eine solche Wirkung empfiehlt sich für Frauen mit sehr unregelmäßigen oder von der Norm abweichenden Blutungen. Um die heilenden Eigenschaften des Thymians zu nutzen, wird oft ein Tee aus der Pflanze hergestellt. Bestenfalls besteht die Teemischung aus gleichen Teilen Thymian und Kamille. Die Bestandteile werden mit kochendem Wasser übergossen und 5 Minuten ziehen gelassen. Anschließend kann der Rest der Kräuter mithilfe eines Siebs entfernt werden. Der Tee kann beliebig oft getrunken werden. Besonders empfehlenswert ist die Einnahme am Abend. Bisher sind noch keine Fälle einer Überdosierung bekannt geworden. Stattdessen eignet sich der Tee ebenfalls für junge Mädchen mit Menstruationsbeschwerden.

Fazit: Menstruationsbeschwerden mit Thymian lindern

Monatlich Schmerzmittel einzunehmen wird von vielen Frauen nicht nur abgelehnt, auf Dauer können auch negative Wirkungen nicht ausgeschlossen werden. Weil Menstruationsbeschwerden teilweise jedoch als sehr unangenehm wahrgenommen werden, kann eine Alternative Abhilfe verschaffen. Thymian sorgt dafür, dass sich die verkrampfte Muskulatur lockert und die Schmerzen auf diese Weise abgeschwächt werden. Bei der Einnahme von Thymian als Gewürz ist nicht mit Neben- oder Wechselwirkungen zu rechnen.

Die Wirkstoffe können ebenfalls über Präparate aus der Apotheke aufgenommen werden. Bei diesen kommt es in sehr seltenen Fällen zu Überempfindlichkeitsreaktionen (zum Beispiel Luftnot), Hautausschlägen, Schwellungen, Nesselsucht oder Übelkeit und Erbrechen. Dementsprechend empfiehlt sich insbesondere die Verwendung von frischem Thymian. Dieser kann selbstständig zu einem Tee verarbeitet werden. Dabei lassen sich mittlerweile auch Teemischungen mit Bestandteilen des Gewürzes erwerben.

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