Studien rund um die Thymian Pflanze

Er wird kaum 40 Zentimeter hoch und gilt als recht unauffällige Pflanze: Der Thymian zählt zu den einfachen Halbsträuchern, die in großen Teilen Europas, Nordafrikas und Asiens gedeiht. Er ist äußerst zäh und widerstandsfähig. Gleichzeitig birgt das Gewächs besondere Stoffe, die in der Medizin häufig Anwendung finden. Thymian enthält bis zu 2,5 Prozent ätherisches Öl (Thymol). Bereits vor über 2000 Jahren wussten die Menschen dies zu schätzen: Der griechische Arzt Pedanius Dioscorides, berühmtester Pharmakologe des Altertums, setzte das einfache Gewürzkraut unter anderem bei Erkrankungen der Atemwege ein. Im Laufe der Geschichte entdeckten Mediziner weitere heilende Eigenschaften des Thymians. Selbst heute noch offenbaren aktuelle Studien von Forschern, dass noch weitere Heilkräfte in der Pflanze schlummern, als bislang angenommen. Besonders markant zeigt sich, dass sie in sehr vielen, unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden kann und gegen eine Vielzahl von Erkrankungen wirkt.

Studie in Bezug auf Erkältungen und Husten

Ein Team des Medical Center der University of Maryland entdeckte, dass das ätherische Öl des Thymians festsitzenden Schleim in den Atemwegen effektiv löst. Dadurch kann dieser abgesondert werden. Eine Studie der Universität München zeigte, wie effizient das Heilkraut gegen Erkältung wirkt: Patienten mit akuter Bronchitis und Patienten mit starkem Reizhusten bekamen ein flüssiges Extrakt verabreicht, das Thymian und Efeu enthielt. Bereits in den ersten Tagen trat eine Verbesserung ein. Nach durchschnittlich acht Tagen ließen die Symptome wie Husten um rund 70 Prozent nach.

Link zur Studie:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17966760

Studie in Bezug auf Stärkung des Immunsystems

Eine Forschergruppe der Nara Women's University in Japan fand heraus, dass das ätherische Öl des Thymians Entzündungen in Organen und anderem menschlichen Gewebe lindert. Dies erreicht das Heilkraut, indem es die Anzahl der sogenannten COX-2-Enzyme im Körper um bis zu 75 Prozent reduziert. Diese Enzyme verursachen häufig Entzündungen und kommen auch bei Krebspatienten in größeren Mengen vor. Neben dem wirksamen Öl enthält Thymian außerdem Vitamin C, Eisen und Ballaststoffe. Neurowissenschaftler der Cadi Ayyad University in Marokko entdeckten in einer Studie, die die Wirkung von Thymian untersuchte, dass das Heilkraut auch die Anzahl der weißen Blutzellen deutlich erhöht. Diese Leukozyten sind ein wichtiger Bestandteil unseres Abwehrsystems, weil sie Krankheitserreger im Körper unschädlich machen.

Link zur Studie:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16216455

Studien in Bezug auf Mandel- und Zahnfleischentzündungen

Die Pflanze gilt grundsätzlich als eine Art natürliches Antibiotikum: Ihr ätherisches Öl tötet Keime ab. Wissenschaftler der Université d'Angers in Frankreich wiesen diese Wirkung in einer Versuchsreihe mit Streptococcus pyogenes nach. Diese Bakterien sind Hauptverursacher von Mandelentzündungen. Durch die Zugabe von Thymian verringerte sich ihre Zahl drastisch (die Hemmzone lag bei rund 38 Millimeter). Der Effekt ist nahezu vergleichbar mit dem eines Antibiotikums wie Amoxicillin. In einer Studie der Yeditepe University in Istanbul fanden Forscher heraus, dass Mundspülungen, die Thymian enthielten, ebenfalls die Zahl der schädlichen Bakterien wie Streptococcus mutans stark dezimieren und so Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches lindern.

Links zu Studien:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4053625/
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3638616/

Studie in Bezug auf Menstruationsbeschwerden

Mediziner der Babol University of Medical Sciences im Iran entdeckten kürzlich, dass Thymian besser gegen Menstruationsbeschwerden hilft als der Wirkstoff Ibuprofen, der in vielen Schmerzmitteln enthalten ist. Eine Gruppe der Versuchspersonen mit Menstruationskrämpfen erhielt das Medikament (200 Milligramm alle sechs Stunden), während die andere das ätherische Öl der Heilpflanze verabreicht bekam (25 Tropfen alle sechs Stunden). Die Testreihe lief über 48 Stunden. Der Schmerzlevel der Betroffenen wurde dabei ständig überwacht. Zu Beginn lag er bei durchschnittlich sechs Punkten (auf einer Skala von null bis zehn). Durch die Einnahme von Thymian verspürten die Probanden nur noch leichte Schmerzen, durchschnittlich lag das Level bei 1,2 Punkten. Die Probanden, die Ibuprofen bekamen, hatten ein Schmerzlevel von 1,5 Punkten.

Link zur Studie:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3992233/

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